Africa Twin powered by Touratech

Die Africa Twin ist wieder voll angekommen. Selten hatte eine Fangemeine so sehnsüchtig auf eine Nachfolgerin gewartet wie bei der Africa Twin – dies honoriert auch der Zubehörmarkt. So gibt es neben dem Original Honda-Zubehör, inzwischen unzählige Anbauteile für jeden Geschmack, Einsatzzweck und Geldbeutel.

Ein sehr edler Vertreter dieser Anbieter ist sicher Touratech aus dem schönen Niedereschach. Die Schwarzwälder versorgen Reisende und Adventurebegeisterte seit nunmehr über 25 Jahren mit praktischem und im Detail durchdachtem Zubehör. Im Rahmen des Nolan Presseevents Almeria, präsentierten sie uns eine quasi voll ausgestattete sowie ihr für die Hellas Rallye umgebaute Africa Twin.

Touratech Zubehör
Besonders ins Auge sticht natürlich das Koffersystem, die Sturzprotektoren und Zusatz LED-Scheinwerfer. Betrachtet man die Teile im Detail, so stellt man schnell fest, dass hier großen Wert auf Qualität gelegt wurde. Die Verarbeitung der Motorensturzbügel und der oberen Protektoren ist tadellos. Auch tragen die Teile nicht unnötig weit auf und passen sich gut der Africa Twin Linienführung an. Vielleicht hätte man die Verschraubung unterhalb der Scheinwerfer noch etwas ästhetischer gestalten können.

Das Kofferträgersystem steht qualitativ auf dem selben hohen Niveau und fixiert die nicht zu großen Alukoffer perfekt. Selbst bei extrem holpriger Gangart klappert und wackelt nichts.

Windschild und Handprotektoren passen sich ebenfalls sehr gut dem Gesamtbild an, wobei bei meiner Größe von 1,93 die Windwirbel genau auf den Helm trafen. Etwas aufrechter sitzen oder leicht geduckt, schafften jedoch schnell Abhilfe.

Breitere Gelenkfußrasten und ein verbreiteter Seitenständer dürfen bei solch einem Adventurebike natürlich auch nicht fehlen. Beides gibt zum einem dem Fahrer und zum anderen dem Bike eine sehr guten Halt.

Hellas Rally Touratech Africa Twin „RR“
Für die Hellas Rally baute die Touratech-Entwicklungswerkstatt aus einer Standard CRF 1000L ein echtes Podiumsbike mit dem Dirk von Zitzewitz Platz 12 der Gesamtwertung belegte und in der Zweizylinderklasse sogar den Sieg einfuhr.

Großes Augenmerk wurde auf die Fahrwerksoptimierung gelegt. So gab es für die Gabel einem Touratech Suspension-Cartridge, wodurch 20 Millimeter mehr Federweg zur Verfügung gestellt werden konnte. Im Heck wurden sogar 25 Millimeter mehr Federweg durch ein eigens angefertigtes Federbein von Touratech Suspension realisiert. Felgenseitig wurde eine gefräste Leichtmetall-Nabe verbaut, die den hochfesten Excel-Felgen bessere Stabilität gab.

Platz nehmen – wenn man überhaupt dazu kommt – durfte Dirk von Zitzewitz auf einer einteiligen Rallyesitzbank. Lenkertechnisch trug man dem Rallygedanken natürlich auch Rechnung und verbaute eine speziell geformte Lenkstange.

Das Cockpit wurde gegen einen GFK-verkleideten Rallyevorbau ausgetauscht, der sämtliche Navigationsgeräte vom Roadbookhalter bis zum GPS beheimatet. Auspuffseitig, steuerte AC Schnitzer eine leichte Remus-Anlage zu.

Text:
Rainer Friedmann ‚Kraftrad‘

Bilder:
Rainer Friedmann ‚Kraftrad‘, Jan Starek, Toni Börner

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